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article Brauchtum

Heinrich Heine

Rainer Goernemann und die Walhalla
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Wir Bayern nehmen den Dichter als Ganzes

Carl-Friedrich Gauss war ihm etwas zuvorgekommen, doch seit diesem Mittwoch steht auch Heinrich Heines Büste in der Walhalla. Und der dieser „marmornen Schädelstätte“ durchaus nicht zugeneigte Autor wurde gleich dafür bemüht, preußisch-bayerische Gegensätze zu überbrücken.
Das Feuilleton ist angekommen. Ihr erster Vertreter, so liest sich das dem „amtlichen Führer“ der Walhalla eilig beigelegte Sonderblatt, wurde gestern aufgenommen in die Ruhmeshalle des deutschen Volkes. Doch wie ist Heinrich Heine dort angelangt! In einer rheinländischen Prozession mit karnevalesken Untertönen: Einhundert Düsseldorfer sind eingefallen ins Fantasy-Athen in der Regensburger Walachei, der „Heine-Freundeskreis“, der nach dem Zerwürfnis mit dem Düsseldorfer Stadtrat über die Finanzierung tatsächlich ohne lokalpolitische Unterstützung angerückt ist. Auch der den Heine-Freunden eigentlich geneigte Düsseldorfer Oberbürgermeister zog es vor, nicht zu erscheinen. Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer, empfing die Abordnung mit den Worten: Man freue sich in Bayern ja stets über Besuch, aber in einer solchen Stärke, da sei man doch wieder leicht verunsichert.
Das Zwiespältige aber war hier Programm. Auch wenn der in den letzten Tagen viel zitierte und zumal in der deutsch-jüdischen Erinnerungskultur nicht gerade originell zu nennende Spalt in der um ihre Mittelachse leicht gedrehten Heine-Büste eher die Andeutung eines Spalts ist, wie sich nach der feierlichen Enthüllung herausstellte, beinahe ein Schmiss, so zählt hier die Intention – und die hat es in sich.
[Oliver Jungen]


Willkommen in der Walhalla, Heinrich Heine
Horst Seehofer und Heine-Kreis-Chef Theisen enthüllten gestern die Büste von Düsseldorfs größtem Sohn

Der Festakt: Stilvoll. Würdig. Sehr emotional. Gänsehaut bei den 250 Gästen, als der Düsseldorfer Schauspieler Rainer Goernemann Texte von Heine rezitiert.
Ministerpräsident Horst Seehofer: „Dass heute Heinrich Heine hier Einzug hält, ist für ganz Deutschland ein Grund zu besonderer Freude. Die Aufnahme war angesichts seiner Bedeutung längst überfällig. Wir ehren heute einen klugen und kritischen Kopf, der uns immer noch ein Vorbild ist.“
Dass nach dem kleinlichen Gezänk um die Finanzierung von 75000 Euro gestern Düsseldorfer Kommunalpolitiker, bei diesem wunderbaren Festakt fehlten, fiel keinem auf. Im Gegenteil: Sie hätten nur gestört.
[Bild]

 
 
Haupt-Quelle: http://www.cultrd.tv/
 
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