cultrD.tv
Web TV • Düsseldorf • Kultur • Kunst • Museen • Literatur • Künstler • Schriftsteller • Lyriker • Musik • Szene •Ackermann • Amerika • K20 • Pollock • Amerikanersaal • Paris • Sammlung • F • überhaupt nichts • Picasso • Picasso-Massiv • Marion Ackermann • Robert Rauschenberg • Massiv • Julian Schnabel • Robert • Amerikaner-Saal • Museum Ludwig • Klassischen Moderne • Kö • Bild • überhaupt nicht • im Zentrum • Gemälde • Bezirk • Versäumnis • Zentrum • Kern • Meister • Farmer •
 
article Museen

K20

K20 Wiedereröffnung: Der Amerikanische Saal und Jackson Pollock, Nummer 32
Player
Home
 

Im K20 hat Marion Ackermann sich behutsam und mit historischem Bewusstsein der Sammlung genähert. Den beliebten „Amerikaner-Saal“ kann man wieder bestaunen, aber in veränderter Zusammensetzung: Dort hängt Pollocks berühmtes Dripping-Gemälde „Number 32“ im Zentrum. Von Robert Rauschenberg hat Ackermann ein sehr frühes Bild ausgewählt, das noch der Malerei verschrieben ist; ein Combinepainting blieb im Depot. Lichtensteins Pinselstrich gastiert allerdings im Kölner Museum Ludwig (F.A.Z. vom 2. Juli). An einer Seitenwand mischt sich ein Neuer unter die Alten Meister: Zwei Bilder von Julian Schnabel beugen einer anachronistischen Anmutung des Raums vor.


Die Entscheidung Ackermanns, den großen Amerikanersaal im Kern nicht anzutasten zeugt von Inkonsequenz und ist ein Versäumnis dazu. Der Amerikanersaal diente als Kontrapunkt zum Picasso-Massiv und der Ecole de Paris.
Nach wie vor der Generalsanierung betreten die meisten Besucher die Sammlung durch diesen Amerikanersaal, hier werden sie eingestimmt auf das, was sich in der oberen Etage entfalten mag.
Dieser mächtige Auftakt aber verwirrt mehr, als dass er ein Verständnis für die komplexe Sammlung öffnet. Denn der abstrakte Expressionismus und die Minimal Art war eher Folge und Antwort auf die Ecole de Paris - und keineswegs umgekehrt. Überdies fügt Ackermann hier eine malerische Position hinzu, die den Bezirk der Klassischen Moderne und Nachkriegsmoderne empfindlich stört. Julian Schnabel ist mit zwei postmodern-gestischen Gemälden vertreten, die überhaupt nichts im diesem Saal zu suchen haben, außer vielleicht, dass Schnabel in Amerika geboren wurde. Im Obergeschoss hat Ackermann von solchen aktuellen Einsprengseln und nationalen Zuordnungen Abstand genommen.
Zeitgenössisches hat sie hier dezent in die Seitenkabinette, Lichtschachte, an die Hofmauer oder ins "Künstlercafe" verwiesen.

 
 
Haupt-Quelle: http://www.cultrd.tv/
 
Sek-Quellen:   Quelle 1   Quelle 2    
  Home