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K20

K20 Wiedereröffnung: Besucherstimmen
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Im Wunderwald der Moderne
Wie wurden sie vermisst, all die Stillleben von Juan Gris und Georges Braque, die Collagen von Max Ernst und Kurt Schwitters, Kritzeleien von Jean Dubuffet und Drippings von Jackson Pollock, Maschinenwesen von Konrad Klapheck und Reliefs von Hans Arp und die schwellenden Formen jener leicht kubistisch aufgefassten Aktfigur von Joan Miró, deren schwerer Zopf als Rankenwerk zwischen den Brüsten zu wachsen scheint. Auf diesem Hochplateau der modernen Malerei geschieht etwas ganz Seltsames. Denn obwohl die Gemälde einzig aufgrund ihrer überragenden Qualität, ihrer visuellen »Unwiderstehlichkeit« ausgewählt wurden, wegen des ästhetischen Éclats, den sie bieten, und nicht wegen kunsthistorischer Bezüge oder Reverenzen, als Nervenkitzel und nicht als Dokument, gehen sie doch oftmals rätselhafte, innige Beziehungen miteinander ein, kristallisieren sich Affinitäten heraus. Neben dem Singulären regiert hier offensichtlich doch das Prinzip der Verdichtung und der visuellen Korrespondenz.
Bisweilen stellt sich sogar eine fast mystische communio ein, auch dies gehört zum wundersamen Charakter dieser Sammlung. So etwa zwischen den Zwei sitzenden Frauen, die Pablo Picasso 1920 als schwerblütige Idole aus den gigantischen Tagen der Menschheitsgeschichte malte, und dem gleichfalls monumentalen Menschenpaar Adam und Eva, das Fernand Léger als Akrobatenduo in gestreiftem Trikot auftreten ließ, um uns daran zu erinnern, dass wir uns jederzeit, auch in der heiklen Moderne, wieder zu Mythenfiguren, zu Giganten auswachsen können. Nicht nur in unseren Tagträumen – in der Wirklichkeit. Wie die Kunstsammlung NRW in Düsseldorf, die nun wieder von dienstags bis sonntags geöffnet sein wird. Als ein Gesamtkunstwerk. Als Denkmal eines wahrhaft großen, gigantischen Moments.

 
 
Haupt-Quelle: http://www.cultrd.tv/
 
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