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K20

K20 Wiedereröffnung: 10. Juli 2010
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Zur Kunstsammlung Nordrhein Westfalen zählen: K20 Grabbeplatz - K21 Ständehaus - Schmela Haus
Heimliche Nationalgalerie
Die hohe Qualität der Bestände hat Kritiker dazu verleitet, die Kunstsammlung als ‚heimliche Nationalgalerie’ der Republik zu bezeichnen. Unabhängig davon, ob man in diese Huldigung einstimmen möchte, ist es dem Museum während seiner kurzen Geschichte gelungen, seinen Rang innerhalb der großen bundesdeutschen Sammlungen in Berlin, Bremen, Frankfurt, Hamburg, München und Stuttgart und auch im internationalen Vergleich mit den großen Museen in Paris, London oder New York zu behaupten.
HistorieDas Land Nordrhein-Westfalen erwarb 1961 insgesamt 88 Werke Paul Klees, die das Fundament der Museumssammlung bilden. Gründungsdirektor Werner Schmalenbach baute in seiner Amtszeit (1962-1990) eine äußerst qualitätvolle Sammlung der klassischen Moderne auf und schuf damit die einzige auf moderne Kunst spezialisierte Landessammlung in Deutschland. Direktor Armin Zweite (1990-2007) erweiterte die Kunstsammlung NRW um zahlreiche Werke der Gegenwartskunst sowie plastische Arbeiten. Seit September 2009 ist Marion Ackermann Direktorin der Kunstsammlung, die jüngst mit dem Schmela-Haus in der Düsseldorfer Altstadt ein drittes Standbein erhalten hat.
K20 Grabbeplatz
Aufgrund ihrer hochrangigen Sammlungsbestände behauptet die Kunstsammlung seit langem eine herausragende Position in der internationalen Museumswelt. Ihre qualitativen Schwerpunkte liegen in der Malerei der westeuropäischen und amerikanischen Moderne. K20 besitzt hervorragende Einzelwerke von Pablo Picasso bis Joseph Beuys. Reich ist der Bestand an Werken des Surrealismus. Von Paul Klee hat die Kunstsammlung an die 100 Arbeiten, von Julius Bissier existiert ein großes Konvolut mit Zeichnungen und Tuschen. Der qualitative Schwerpunkt nach dem Zweiten Weltkrieg liegt auf der amerikanischen Kunst.
?Die europäische Malerei mit Werken von Gerhard Richter, Per Kirkeby und Markus Lüpertz bildet einen weiteren Höhepunkt. Hervorzuheben ist auch der Joseph Beuys-Bestand mit dem späten Hauptwerk "Palazzo Regale"; aktuell ergänzt um die Sammlung Günter Ulbricht, einer der letzten großen Werkkomplexe des Künstlers.
K21 Ständehaus
K21 zeigt internationale Kunst seit etwa 1980. Mit jeweils einer großen und kunsthistorisch bedeutenden Arbeit von Marcel Broodthaers und Nam June Paik werden spezifische Ausgangspunkte in den sechziger und siebziger Jahren umrissen. Erste Arbeiten zeitgenössischer Kunst wurden in der Gründungs- und Eröffnungsphase des neuen Hauses erworben. Hierzu zählen im wesentlichen fotografische Werke von Andreas Gursky, Candida Höfer, Thomas Ruff, Thomas Struth und Jeff Wall, aber auch eine Videoinstallation von Eija-Liisa Athila und eine skulpturale Arbeit von Thomas Schütte. Im Juli 2004 erfuhr das junge Museum durch den Erwerb der Sammlung Ackermans durch das Land Nordrhein-Westfalen eine mehr als beträchtliche und gleichsam maßgeschneiderte Erweiterung.
Seit den achtziger Jahren zusammengetragen sind hier Werke vereinigt, die in herausragender Weise wesentliche Aspekte der Kunst nach der postmodernen Wende veranschaulichen. In der Konzentration auf Skulptur und Objektkunst einerseits und Fotografie andererseits wird darüber hinaus die enge Verbindung zwischen deutscher und internationaler Kunst in dieser Zeit deutlich. Es handelt sich um weit über 100, teils großformatige Arbeiten. Im Zentrum stehen solche Werke, die das damals wiedererwachte Interesse an der Figuration, an der Erzählung, der Metapher und an der Faszination durch wirkmächtige Bilder zeigen. Eckpunkte der Sammlung sind Künstler wie Katharina Fritsch, Robert Gober, Paul Mc Carthy, Reinhard Mucha, Thomas Ruff, Thomas Schütte, Jeff Wall und Franz West, die mit mehreren Arbeiten bzw. Werkensembles vertreten sind. Andere herausragende Arbeiten stammen von Künstlern wie z.B. Christian Boltanski, Tony Cragg, Richard Deacon, Thomas Demand, Fischli & Weiss, Georg Herold, Thomas Hirschhorn, Ilya Kabakov, Juan Muñoz, Tony Oursler, Bill Viola und Rachel Whiteread. Mit einer Gruppe von Werken aus dem Bereich der Arte Povera (Jannis Kounellis, Mario Merz, Michelangelo Pistoletto) wird, ähnlich wie bei Broodthaers und Paik, der Anschluss an die vorausgehenden künstlerischen Strömungen und damit auch an das Programm von K20 anschaulich.

 
 
Haupt-Quelle: http://www.cultrd.tv/
 
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