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Quadriennale

K20 - Joseph Beuys - K20 GRABBEPLATZ - Part 1
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11.09.2010 – 16.01.2011
K20 GRABBEPLATZ und SCHMELA HAUS
Im Rahmen der Quadriennale 2010 Düsseldorf

Mit der untrennbaren Einheit von künstlerischem Denken und Handeln ist Joseph Beuys (1921-1986) zu einer der charismatischsten Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts geworden. Sein facettenreiches Werk, das bis heute Einfluss auf die aktuelle Kunstproduktion hat, wird immer wieder unter den verschiedensten Aspekten präsentiert und diskutiert. Die Ausstellung verdeutlicht unter anderem mit zehn bedeutenden Rauminstallationen beziehungsweise großen skulpturalen Arbeiten den „Erweiterten Kunstbegriff" von Beuys. Politische und künstlerische Utopien verschmelzen hier zur Sicht auf die Gesellschaft als „Sozialer Plastik". Im Schmela Haus werden namhafte Künstlerinnen und Künstler während der Ausstellung zu Beuys sprechen.

Requiem für Beuys
VON BERTRAM MÜLLER - RP-Online

Düsseldorf (RP) Die große Beuys-Ausstellung, die den Mittelpunkt der Düsseldorfer Quadriennale bildet, wirkt wie ein optisches Gedenken an den 1986 verstorbenen Künstler. Die Schau bietet Installationen und eine Fülle von Arbeiten auf Papier.

Die Farben Braun und Grau geben die gedämpfte Stimmung vor, die den Besucher ergreift, sobald er die Joseph-Beuys-Ausstellung in der Düsseldorfer Kunstsammlung NRW betritt. In drei riesigen Sälen erinnern Installationen, Objekte und Zeichnungen an den 1921 in Krefeld geborenen, 1986 in Düsseldorf gestorbenen Künstler – ein Requiem aus Hinterlassenschaften von längst vergangenen Happenings, die hier und da auf schwarzweißen Fernsehschirmen auferstehen.

Traurig wirkt das, weil Beuys stets selbst Bestandteil seiner Kunst war. Jetzt muss sie ohne ihn auskommen, museal werden, noch dazu an einem Platz, den der Künstler nicht selbst erwählt hat. Er pflegte seine Kunst "abzustellen", wie im Krefelder Kaiser-Wilhelm-Museum, wo er seine berühmte, unverrückbare "Baracke" errichtete.

Die Düsseldorfer Ausstellung reiht nun ein Objekt ans andere, und man weiß nicht recht, ob Beuys mit solch einem Warenlager glücklich geworden wäre. Die Kunstsammlung NRW hat aus der misslichen Lage jedenfalls das Beste gemacht und fördert teilweise Erstaunliches zutage.

Im ersten der beiden neu erbauten Wechselausstellungsräume zeugt eine Fülle von Arbeiten auf Papier von Beuys´ Interesse an der Natur. Das findet seine Entsprechung in plastischen Objekten wie der "Rückenstütze eines feingliedrigen Menschen (Hasentypus) aus dem 20. Jahrhundert p. Chr." von 1972.

Vielfach äußert sich Beuys´ Vorliebe für Materialien wie Filz und Fett, Eisen und Kupfer, die von Wärme und Energie, auch von chemischen Reaktionen erzählen. Und wer seinen Blick nicht nur auf den an der Wand hängenden Filzanzug richtet, sondern auch auf kleinere Objekte wie etwa Collagen mit Schokoladentafeln, dem gibt sich Beuys sogar als stiller Humorist zu erkennen: Ein Messer, dessen Spitze mit einem Pflaster verklebt ist, trägt den Titel: "Wenn Du Dich schneidest, verbinde nicht den Finger, sondern das Messer".

 
 
Haupt-Quelle: http://www.cultrd.tv/
 
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