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Quadriennale

K20 - Joseph Beuys - Fluxus etc- Part 4
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Joseph Heinrich Beuys (Aussprache: [bɔɪs]; * 12. Mai 1921 in Krefeld; † 23. Januar 1986 in Düsseldorf) deutscher Bildhauer, Aktionskünstler, Zeichner und Kunsttheoretiker.

Er setzte sich in seinem bildnerischen und plastischen Werk intensiv mit Fragen des Humanismus, der Soziologie und insbesondere mit der Anthroposophie Rudolf Steiners auseinander. Dies führte schließlich zu seiner eigenen Definition des erweiterten Kunstbegriffs und zur Konzeption der „Sozialen Plastik“ als Gesamtkunstwerk, in der er Ende der 70er Jahre mit den Worten „Jeder Mensch ist ein Künstler“ ein kreatives Mitgestalten an der Gesellschaft und in der Politik forderte. Joseph Beuys zählt international zu den bekanntesten Künstlern der Moderne und gilt als Wegbereiter des Fluxus in Deutschland.

Die 60-er und 70-er Jahre
Kunstakademie Düsseldorf

Ab 1961 bis zu seiner Entlassung 1972 war Beuys dann selbst Professor an der Kunstakademie, in der er die Klasse für monumentale Bildhauerei leitete. Zu seinen Studenten zählten unter anderem Jörg Immendorff, Johannes Stüttgen oder Imi Knoebel. Am 2. und 3. Februar 1963 fand in der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf „als ein Colloquium für die Studenten der Akademie“ das Festum Fluxorum Fluxus – Musik und Antimusik – Das instrumentale Theater statt.

Beteiligte Künstler waren: George Brecht, Al Hansen, Dick Higgins, Bengt af Klintberg, Arthur Køpcke, La Monte Young, George Maciunas, Jackson Mac Low, Nam June Paik, Ben Patterson, Schmit, Daniel Spoerri, Wolf Vostell, Watts und Williams.

Joseph Beuys führte am 2. Februar FLUXUS Sibirische Synphonie 1. Satz und am 3. Februar Komposition für 2 Musikanten auf. Vom 26. Oktober 1963 bis 24. November 1963 fand im Haus der Brüder van der Grinten die Ausstellung JOSEPH BEUYS FLUXUS statt.

Ab 1964, in diesem Jahr war es die documenta III, beteiligte Beuys sich an jeder „documenta“. Vom 13. September 1967 bis zum 29. Oktober 1967 gab es eine erste umfassende Ausstellung im Städtischen Museum Mönchengladbach – Ausstellung „BEUYS“.

In seinen „Lebenslauf-Werklauf“ trug Beuys 1963 ein: „Beuys verlängert im Auftrag von James Joyce den „Ulysses“ um 2 weitere Kapitel“. Gemeint waren sechs Hefte, in die er seit 1958 in beliebiger, nicht chronologischer Reihenfolge skizzierte und zeichnete, wobei er die Zeichnungen gelegentlich mit tagebuchähnlichen Notizen versah. Die „Verlängerung“ um „2 weitere Kapitel“ bezieht sich auf die Geburt des Sohnes und wahrscheinlich auf die Berufung an die Kunstakademie in Düsseldorf.

Besetzung der Düsseldorfer Kunstakademie und Entlassung aus der Professur

Während der 68-er Studentenunruhen beteiligte sich Beuys an verschiedenen Organisationen und gründete auch eigene, welche u.a. das Ziel der Bekämpfung des „Organisationsstaates“ hatten. Stringent lehrte der politisch unbequeme Kunstprofessor in seinen Vorträgen die radikale freie Selbstbestimmung. Aufgrund der katastrophalen Zustände an der Düsseldorfer Kunstakademie und auch aufgrund mangelnder Bildungszuschüsse besetzte er 1971 zusammen mit seinen Studenten das Sekretariat der Akademie und wurde daraufhin vom damaligen Wissenschaftsminister Johannes Rau fristlos entlassen. Erst sechs Jahre später wurde Beuys rehabilitiert.

1973 kam es auf Betreiben von Joseph Beuys aufgrund von akutem Platzmangel in der Düsseldorfer Akademie zur Gründung des Vereins zur Förderung einer „Freien Internationalen Hochschule für Kreativität und interdisziplinäre Forschung“ . Ziel des Projekts sollte es sein, nicht nur neue Räume in der Kunstakademie zu schaffen, sondern im Sinne von Beuys’ komplexen Kunstverständnis auch zugleich Platz für neue Gedankenwelten „… frei zu räumen“ und Anregungen für kontroverse kreative Sichtweisen anzubieten und zu schaffen.

Von 1971 bis 1985 unternahm Beuys mehrere Reisen nach Italien, zusammen mit seiner Familie, zwecks Ausstellungen in der Galerie Lucio Amelio, Neapel. Hierbei wurde auch die Insel Capri mehrmals besucht.

Zur Documenta 5 im Jahre 1972 entstand Beuys´ Arbeit „Dürer, ich führe persönlich Baader + Meinhof durch die Documenta V, 1972“, die unter dem Aspekt einer künstlerischen Betrachtung des beginnenden Terrors der Baader-Meinhof-Gruppe entstand.

Am 30. Oktober 1972 fand die Eröffnung der Ausstellung Arena – dove sarei arrivato se fossi stato intelligente (deutsch: „Arena – wo wäre ich hingekommen, wenn ich intelligent gewesen wäre“) in der Galleria Attico in Rom statt.

Im Jahr 1974 erhielt Beuys eine Gastprofessur an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg.

Am 30. August 1974 starb Beuys Mutter Johanna. Zum Jahreswechsel 1974/1975 hielt sich die Familie bei Charles Wilp in Kenia (Diani Beach) auf. 1976, zur 37. Biennale in Venedig, war Beuys mit der Installation Straßenbahnhaltestelle/Tram Stop, 1961–1976 (Deutscher Pavillon) vertreten. Auf der documenta 6 (1977) war Beuys mit seiner Arbeit Honigpumpe am Arbeitsplatz vertreten, wieder für 100 Tage, wie auf der documenta 5 (1972). Am 18. Mai 1979 traf Beuys zum ersten Mal Andy Warhol in der Galerie Denise René/Hans Mayer, der dort gerade eine Ausstellung seiner neuen Bilder zeigte. Das sollte später Anlass für Warhol sein, mehrere mit Diamantstaub bearbeitete Serigraphien von Beuys anzufertigen.

 
 
Haupt-Quelle: http://www.cultrd.tv/
 
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