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Goethe Museum

Goethe-Museum 6 - Prof. Hansen über Goethe, Jurastudium, Staatsdienst, Naturwissenschaftliche Studien, Rudolf Steiner
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Johann Wolfgang von Goethe,
geadelt 1782 (* 28. August 1749 in Frankfurt am Main; † 22. März 1832 in Weimar)

Jurastudium
1765 begann Goethe in Leipzig ein Jurastudium, das er bald vernachlässigte und stattdessen Poetikvorlesungen besuchte, Zeichenunterricht nahm sowie die Holzschnitt- und Radierungstechnik erlernte. Im Juli 1768 erlitt er einen Blutsturz und kehrte zunächst nach Frankfurt zurück. Während der Rekonvaleszenz befasste er sich mit mystischen und alchemistischen Schriften. 1770 setzte er sein Studium in Straßburg fort.
Im Sommer 1771 reichte Goethe seine juristische Dissertation De legislatoribus ein, die allerdings wegen einiger darin enthaltener gegen die Kirche gerichteter „Ketzereien“[5] nicht angenommen wurde und heute nicht mehr erhalten ist. Die Universität bot ihm jedoch die Möglichkeit, das Lizenziat zu erwerben. Grundlage der Disputation am 6. August 1771, die er „cum applausu“ bestand, waren 56 Thesen in lateinischer Sprache unter dem Titel Positiones Juris.

Staatsdienst

1775 reist Goethe nach Weimar und wird auf Vorschlag des Herzogs Karl August 1776 Mitglied des „Conciliums“ des dreiköpfigen Beratergremiums des Herzogs. Im folgenden Jahr übertrug dieser ihm die Leitung der neugegründeten Bergwerkskommission, 1779 die der Kriegs- und der Wegebaukommission, 1782 das Finanzministerium. Er erhielt den Titel eines Geheimrats und wurde 1782 in den Adelsstand erhoben.
Nach der Rückkehr von seiner Italienreise (1786-1788) ließ Goethe sich vom Herzog von den meisten seiner amtlichen Pflichten entbinden; den Sitz im Consilium und damit die Möglichkeit politischer Einflussnahme behielt er jedoch bei. Er übernahm nun eine Reihe von Aufgaben aus dem kulturellen und wissenschaftlichen Bereich, darunter die Leitung der Zeichenschule und die Aufsicht über das öffentliche Bauwesen. Von 1791 bis 1817 leitete er das Weimarer Hoftheater. Daneben war Goethe in Angelegenheiten der zum Herzogtum gehörenden Universität Jena beratend tätig. Seiner Unterstützung ist die Berufung einer Reihe namhafter Professoren zu verdanken, darunter Johann Gottlieb Fichte, Georg Hegel, Friedrich Schelling und Friedrich Schiller. Nachdem ihm 1807 die Aufsicht über die Universität übertragen worden war, setzte Goethe sich vor allem für den Ausbau der naturwissenschaftlichen Fakultät ein.


Naturwissenschaftliche Studien

Um 1780 begann Goethe, sich systematisch mit naturwissenschaftlichen Fragen auseinanderzusetzen. Er führte dies später auf seine amtliche Beschäftigung mit Fragen des Berg- und Ackerbaus, der Holzwirtschaft usw. zurück. Sein Hauptinteresse galt zunächst der Geologie und der Mineralogie, der Botanik und der Osteologie. Auf diesem Gebiet gelang ihm 1784 die vermeintliche Entdeckung (in Wirklichkeit Wiederentdeckung) des Zwischenkieferknochens beim Menschen. Im gleichen Jahr schrieb er seinen Aufsatz Über den Granit und plante ein Buch mit dem Titel: „Roman der Erde“.
In den Jahren nach seiner Italienreise beschäftigte Goethe sich zunächst vor allem mit der Naturforschung. 1790 veröffentlichte er seinen „Versuch die Metamorphose der Pflanzen zu erklären“, außerdem begann er mit seinen Untersuchungen zur „Farbenlehre“, die ihn bis ans Lebensende beschäftigen sollte.
1817 entstand „Geschichte meines botanischen Studiums“ , bis 1824 folgten in der Schriftenreihe „Zur Naturwissenschaft überhaupt“ Gedanken u.a. zu Morphologie, Geologie und Mineralogie.


Rudolf Joseph Lorenz Steiner

(* 27. Februar[1] 1861 in Kraljevec bei Čakovec, damals Königreich Ungarn und Kaisertum Österreich, heute Kroatien; † 30. März 1925 in Dornach, Schweiz) war ein österreichischer Esoteriker und Philosoph. Er begründete die Anthroposophie, eine gnostische Weltanschauung[, die an die christliche Theosophie, das Rosenkreuzertum sowie die idealistische Philosophie anschließt und zu den neumystischen Einheitskonzeptionen der Zeit um 1900 gezählt wird. Auf Grundlage dieser Lehre gab Steiner einflussreiche Anregungen für verschiedene Lebensbereiche, etwa Pädagogik (Waldorfpädagogik), Kunst (Eurythmie, Anthroposophische Architektur), Medizin (Anthroposophische Medizin) und Landwirtschaft (Biologisch-dynamische Landwirtschaft). ...
Von 1884 bis 1897 war Steiner, anfangs noch parallel zu seinem Studium, Herausgeber der naturwissenschaftlichen Schriften Johann Wolfgang von Goethes. Er besorgte in dieser Zeit zwei Ausgaben, erst im Rahmen der Deutschen Nationallitteratur Joseph Kürschners, dann (ab 1890) als Mitarbeiter des gerade gegründeten Goethe- und Schiller-Archivs in Weimar im Rahmen der sogenannten Sophienausgabe – nach der Begründerin des Archivs, Großherzogin Sophie von Sachsen-Weimar-Eisenach –, heute bekannt als die Weimarer Ausgabe. ...
Die ersten von Steiner herausgegebenen Goethe-Bände wurden allgemein mit Wohlwollen aufgenommen und in manchen Rezensionen sogar außerordentlich gelobt. Sie trugen erheblich dazu bei, das naturwissenschaftliche Werk Goethes, der bislang fast ausschließlich als Dichter wahrgenommen worden war, bekannt zu machen. Schon früh und bald mit zunehmender Schärfe wurde allerdings bemängelt, dass Steiner in seinen Einleitungen nicht Goethes Weltanschauung darstelle, sondern seine eigene. Auf besonders scharfe und teils vernichtende Kritik stieß Steiners philologische Arbeit im Rahmen der Weimarer Ausgabe, wo ihm zahlreiche handwerkliche Fehler und Nachlässigkeiten angelastet wurden.

 
 
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