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Goethe Museum

Goethe-Museum 4 - Prof. Hansen über Goethe, Schloss Jägerhof, Couven, Pigage, Schloss Benrath, Rokoko, Klassizismus, Napoleon und Düsseldorf
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Schloss Jägerhof

Das Gebäude wurde nach Bauplänen von 1748 errichtet, mit denen Kurfürst Carl Theodor zu Pfalz den Aachener Baumeister Johann Josef Couven beauftragt hatte und sie dann vermutlich von seinem Architekten Nicolas de Pigage überarbeiten ließ. Ein Jahr vor Goethes Geburt entworfen, wurde das Gebäude erst 1772 fertiggestellt. Obgleich Goethe es nicht erwähnt, muss er es 1774 gesehen haben, als er seinen ersten Besuch in Düsseldorf nützte, die Familie Jacobi auf ihrem damals nur durch eine Gartenzone vom Schloss Jägerhof getrennten Landsitz »Pempelfort« zu besuchen. Auch als Goethe sich im November 1792 während seiner Rückkehr aus dem 1. Koalitionskrieg gegen die Armee der Französischen Revolution für vier Wochen auf Pempelfort aufhielt, nannte er das Schloss nicht ausdrücklich, pries aber die »Nachbarschaft von weitläufigen wohlgehaltenen Gärten«. Vier Jahre später, 1796, wurde der »Jägerhof« von den Revolutionstruppen geplündert, war schließlich völlig unbewohnbar geworden und wurde erst 1811 gelegentlich Napoleons Besuch in Düsseldorf nach Plänen und unter Aufsicht von Adolf von Vagedes wieder hergerichtet.


Schloss Benrath

Schloss Benrath liegt im südlichen Stadtteil Benrath in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt Düsseldorf.
Erbaut wurde es von 1755 bis 1773 unter der Leitung von Nicolas de Pigage (1723–1796) im Auftrag des Kurfürsten Karl Theodor von der Pfalz. Das denkmalgeschützte Ensemble von Lustschloss, Jagdpark, Weihern und Kanalsystem gilt als bedeutsamstes architektonisches Gesamtkunstwerk von Düsseldorf und wurde von der Stadt zur Aufnahme in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes vorgeschlagen.
Der Baustil zeigt beispielhaft den Übergang vom Rokoko zum Klassizismus. Dieses wird nach außen dadurch sichtbar, dass die Gestaltung eher schlicht und zurückhaltend wirkt. Aufwendige Gestaltungen des barocken Absolutismus findet man nicht mehr. Nördlich vor der Frontseite des Corps de Logis, dem mittleren Wohnbau von Schloss Benrath, liegt ein künstlich angelegter, glockenförmiger Schlossweiher, von dem ein Kanalsystem für die gesamte Parkanlage ausgeht. Die gesamte Wasserarchitektur wird von der Itter gespeist.


Rokoko

Das Rokoko (franz.: Rocaille, ‚Muschelwerk‘), hatte sich aus dem französischen Regence (ca. 1710-1730) entwickelt, in dem der Spätbarock (ca. 1700-1720) endete. Zunächst muss betont werden, dass die beiden Stilrichtungen Barock und Rokoko auf verschiedenen historischen Voraussetzungen basieren. Das Pathos des Barock konnte sich im Zuge der Gegenreformation bzw. katholischen Reform und der damit einhergehenden Lehre und Praxis als auch in der Verherrlichung des absolutistischen Herrschers voll entfalten. Demgegenüber huldigte man in der nachfolgenden Zeit des Rokoko (1730-1775) dem Schönheitsideal der höfischen Gesellschaft und brachte es in Gestalt verspielter und eleganter Formen lebhaft zum Ausdruck.
Charakteristisch in diesem Bau- und Dekorationsstil sind überbordende Verzierungen wie an Bauten, Innenräumen, Möbeln, Geräten etc. und vor allem der Verzicht auf jegliche Symmetrie, die im Barock noch als wichtiges Element verwendet wurde. An die Stelle fester Formen treten leichte, zierliche, gewundene Linien und häufig rankenförmige Umrandungen.


Klassizismus

Der Klassizismus steht in der Bildenden Kunst einschließlich der Architektur für eine Strömung, in der die Nachahmung des klassischen Altertums – der griechischen und der römischen Antike – zum Programm erhoben wird. Der Klassizismus ist in der Kunstgeschichte von der Mitte des 18. bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts anzusiedeln und folgte der Epoche des Barocks. ...
Ab den 1790er Jahren galt der Klassizismus als der „Stil der Revolution“, vor allem in der Architektur, wo wuchtige Formen bevorzugt werden. Mit der Vereinnahmung der Revolution durch Napoleon Bonaparte kommt es dann zum dekorativeren Empirestil, der sich mit der Herrschaft des Kaisers über ganz Westeuropa ausbreitet.


Napoleon und Düsseldorf

Am 15. März 1806 übernahm Napoleon in einem komplizierten Tausch das Herzogtum Berg und die rechtsrheinischen Gebiete des Herzogtums Kleve. ... Er übertrug das neu geschaffene Großherzogtum Berg seinem Schwager Joachim Murat, der im Mai 1806 in seine Düsseldorfer Residenz zog. Nach dem Wechsel Murats 1808 auf den Königsthron in Neapel unterstellte Napoleon sich selbst das Großherzogtum.
Napoleon selbst besuchte Düsseldorf nur einmal - vom 2. bis 4. November 1811. Der Besuch blieb nicht ohne Folgen. Napoleon erließ ein Verschönerungsdekret für Düsseldorf. Die französische Regierung reformierte die Verwaltung und erließ ein neues bürgerliches Gesetzbuch, den "Code Civil".
„Sicher ist, dass die Verfügung Napoleons großen Einfluss auf die weitere Entwicklung der Stadt gehabt haben. Ihr Charakter als Residenz erfuhr durch die Vergrößerung der öffentlichen Gartenanlagen eine letzt Bestätigung und ließ Düsseldorf für Jahrzehnte zu einer Gartenstadt werden; die für Napoleon veranstaltete erste Gewerbeausstellung wurde zur Geburtsstunde der reichen Geschichte der Stadt als Ausstellungs- und Messestadt. Im Leben des Kaisers war der dreitätige Aufenthalt in Düsseldorf eine Episode, in der Entwicklung Düsseldorfs ein Punkt, an dem Weichen für die Zukunft gestellt worden sind.“ (Düsseldorf. Geschichte von den Ursprüngen bis ins 20. Jahrhundert. Bd. 2, S.330 f.)

 
 
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