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Goethe Museum

Goethe-Museum 3 - Prof. Hansen über Goethe, Kippenberg-Stiftung, Insel Verlag, Schloss Jägerhof
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Anton-und-Katharina-Kippenberg-Stiftung

Das Düsseldorfer Goethe-Museum verdankt seine Entstehung dem früheren Inhaber und Leiter des Insel-Verlages in Leipzig, Professor Dr. Anton Kippenberg, und seiner Frau Katharina. Kurz vor 1900 legte der damalige Buchhändler Kippenberg mit der 1893 erschienenen Faust-Übersetzung von Franccois Sabatier den Grundstein zu seiner Goethe-Sammlung.
Die von Kippenberg erworbenen Stücke, vor allem Bücher, Werkmanuskripte und Briefe, aber auch Textvertonungen, Städte- und Landschaftsdarstellungen, Porträts, Porzellane, Gläser, Münzen und Medaillen, sollten, gerade in ihrer Vielfalt, den Geist der Goethe-Zeit vermitteln. Das Prinzip seines Sammelns entsprach dem Goetheschen Symbolbegriff ("eminente Fälle als Repräsentanten von vielen anderen").
Als Kippenberg 1950 starb, hinterließ er eine der bedeutendsten privaten Goethe-Sammlungen mit rund 25.000 Zeugnissen. Seine Töchter, Jutta von Hesler und Bettina von Bomhard, verwandelten sie zu einer selbständigen rechtsfähigen Stiftung mit Sitz in Düsseldorf. Hatte Goethe doch zweimal die Stadt besucht und freundschaftliche Beziehungen zu den Brüdern Jacobi geknüpft. Als Standort eignete sich das mehrmals zerstörte, aber nach Bauplänen von 1770 wieder aufgebaute Hofgärtnerhaus unweit des Jacobi´schen Landsitzes Pempelfort.
Nach Einrichtung des Museums, das die Teilung der Objekte in "Bibliothek" und "Sammlung" erforderte, konnte das Goethe-Museum Anton-und-Katharina-Kippenberg-Stiftung im Jahre 1956 als dritte große Goethe-Stätte neben Frankfurt und Weimar eröffnet werden. Im Sommer 1987 konnte das Goethe-Museum das unmittelbar neben dem Jacobi´schen Haus Pempelfort gelegene Schloß Jägerhof beziehen, da das Hofgärtnerhaus zu eng geworden war.



Insel Verlag

Der Insel Verlag ist ein bedeutender deutscher Literaturverlag, der 1901 aus der zwei Jahre zuvor gegründeten Literatur- und Kunstzeitschrift "Die Insel" hervorging und seinen ursprünglichen Verlagssitz in Leipzig hatte. Seit 2010 hat er seinen Sitz in Berlin, nachdem er bis dahin in Frankfurt am Main residierte und eine Niederlassung in Leipzig unterhielt.
Zusammen mit dem seit 1981 angegliederten "Deutscher Klassiker Verlag" gehört das Unternehmen zum Haus Suhrkamp. ...
Am 1. Oktober 1901 wurde der Insel Verlag als GmbH mit Sitz in Leipzig unter der Leitung von Rudolf von Poellnitz gegründet. Nach dessen Tod am 14. Februar 1905 übernimmt Carl Ernst Poeschel kommissarisch den Verlag, an dem sich ab 1. Juli 1905 Anton Kippenberg gemeinsam mit ihm unter einer gemeinsamen Verlagsleitung beteiligte. Nachdem Poeschel im September 1906 aus dem Insel Verlag ausgeschieden war, wobei Anton Kippenberg im Gegenzug auch den Poeschel-Verlag verließ, leitete Kippenberg das Haus allein weiter. Dabei erhielt er Unterstützung von seiner Frau Katharina, die Mitarbeiterin und 1918 Prokuristin des Verlages wurde. ...
Unter der Führung Kippenbergs avancierte der Verlag in den folgenden Jahren zu einem der führenden Literaturhäuser Deutschlands. Seinen Verlagsschwerpunkt bildeten die Werke von Goethe, die er in verschiedenen Ausgaben und Aufmachungen herausgab. Neben Faksimiles und aufwendig gestalteten Büchern veröffentlichte der Insel Verlag 1909 den sechsbändigen „Volksgoethe“, der auch für ein breiteres Publikum erschwinglich war. Herausgeber war der Literaturwissenschaftler Erich Schmidt.


Schloss Jägerhof

Für die Unterbringung der Anton-und-Katharina-Kippenberg-Stiftung kann in Düsseldorf kein Gebäude besser geeignet sein als das am östlichen Rande des Hofgartens im Zentrum der heutigen Stadt gelegene »Schloss Jägerhof«: Das Gebäude wurde nach Bauplänen von 1748 errichtet, mit denen Kurfürst Carl Theodor zu Pfalz den Aachener Baumeister Johann Josef Couven beauftragt hatte und sie dann vermutlich von seinem Architekten Nicolas de Pigage überarbeiten ließ. Ein Jahr vor Goethes Geburt entworfen, wurde das Gebäude erst 1772 fertiggestellt. Obgleich Goethe es nicht erwähnt, muss er es 1774 gesehen haben, als er seinen ersten Besuch in Düsseldorf nützte, die Familie Jacobi auf ihrem damals nur durch eine Gartenzone vom Schloss Jägerhof getrennten Landsitz »Pempelfort« zu besuchen. Auch als Goethe sich im November 1792 während seiner Rückkehr aus dem 1. Koalitionskrieg gegen die Armee der Französischen Revolution für vier Wochen auf Pempelfort aufhielt, nannte er das Schloss nicht ausdrücklich, pries aber die »Nachbarschaft von weitläufigen wohlgehaltenen Gärten«. Vier Jahre später, 1796, wurde der »Jägerhof« von den Revolutionstruppen geplündert, war schließlich völlig unbewohnbar geworden und wurde erst 1811 gelegentlich Napoleons Besuch in Düsseldorf nach Plänen und unter Aufsicht von Adolf von Vagedes wieder hergerichtet.

 
 
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