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Goethe Museum

Goethe-Museum 10 - Prof. Hansen über Goethe, Brüder Jacobi, Fontanes "Effi Briest", E. von Ardenne
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Die Brüder Jacobi

Friedrich Heinrich Jacobi (* 25. Januar 1743 in Düsseldorf; † 10. März 1819 in München) war ein deutscher Philosoph, Jurist, Kaufmann und Schriftsteller.
Auf seinem Landgut Pempelfort bei Düsseldorf unterhielt er für viele Jahre gemeinsam mit seiner Ehefrau Elisabeth Nicolai, genannt Betty, geb. von Clermont aus Vaels bei Aachen, einen Treffpunkt literarisch und politisch Interessierter.
Sein älterer Bruder Johann Georg Jacobi machte ihn mit Christoph Martin Wieland bekannt, mit dem er 1773 die Zeitschrift "Der Teutsche Merkur" herausgab. Auch pflegte er freundschaftliche Kontakte zu Frans Hemsterhuis, Georg Forster, Johann Georg Hamann, Johann Gottfried Herder, Gotthold Ephraim Lessing, Jean Paul und mit Johann Wolfgang von Goethe. Der Besuch Goethes in Pempelfort (zusammen mit Johann Bernhard Basedow und Johann Caspar Lavater) führte zur Veröffentlichung der Romane "Woldemar: ein Seltenheit aus der Naturgeschichte" und "Eduard Allwils Briefsammlung". Sowohl die Beziehung zu Wieland wie auch die zu Goethe endete in Streit bzw. Verbitterung.


Theodor Fontane, „Effi Briest“

„Effi Briest“ erschien erstmals 1894–1895 als Fortsetzungsroman in der "Deutschen Rundschau" und dann 1896 in Buchform. Das Werk gilt als Höhe- und Wendepunkt des poetischen Realismus: Höhepunkt, weil der Autor seine kritische Distanz zu den Gegenständen mit einer Eleganz verbindet, die in der deutschen Literatur ihresgleichen sucht; Wendepunkt, weil Fontane der bedeutendste Geburtshelfer des deutschen Gesellschaftsromans ist, der wenige Jahre später mit Thomas Manns "Buddenbrooks", die Fontane viele Anregungen verdanken, zum ersten Mal Weltgeltung erlangen sollte.


Elisabeth von Ardenne

Ein authentischer Vorfall aus dem Jahre 1886 inspirierte Theodor Fontane zu seinem Roman „Effi Briest“. „Elisabeth von Plotho, eine junge Frau aus altem brandenburgischen Adel, heiratete trotz ihres Widerwillens aus Gehorsam gegenüber ihren Eltern 1873 Armand Léon Baron von Ardenne (1846–1919).
Die Familie von Ardenne verlleß Berlin, um im Schloss Benrath bei Düsseldorf, dem einstigen Wohnsitz des Kurfürsten Karl Theodor, zu wohnen. Hier nahm das Schicksal der unglücklich verheirateten Elisabeth seine Wendung. Sie lernte den Amtsrichter Emil Hartwich kennen und lieben. Beide wechselten fortan Liebesbriefe.
Misstrauisch geworden öffnete der Baron eine Kassette mit Briefen von Emil Hartwich und forderte ihn zum Pistolenduell auf. Es fand am 27. November 1886 auf der Hasenheide bei Berlin statt. Von mehreren Schüssen getroffen, starb Emil Hartwich vier Tage später in der Charité. Baron von Ardenne wurde festgenommen, kam jedoch nach nur achtzehn Tagen Festungshaft frei. Seine Ehe wurde am 17. März 1887 geschieden, und er erhielt das Sorgerecht für die beiden Kinder. Anders als Effi Briest in Theodor Fontanes Roman gab Elisabeth von Ardenne sich nicht auf, sondern arbeitete jahrelang als Krankenpflegerin.

 
 
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